Diesen Monat - Februar 2026
Transformation in progress
Schon ist der erste Monat des neuen Jahres Vergangenheit. Für manche ist er wie im Flug vergangen. Vielen mag er lang erschienen sein angesichts der Wetterkapriolen, der Stromausfälle, der Kälte und des vielen Schnees. Ein richtiger Winter eben, den wir lange nicht hatten und der uns in traumhafte Märchenlandschaften gezaubert hat.
An der unterschiedlichen Wahrnehmung ist die Relativität von Zeit und Raum spürbar geworden. Sie sind keine festen Größen, sondern entstehen im Wechselspiel mit unserem Bewusstsein.
Ob es tatsächlich so ist, dass wir die 3D-Welt langsam hinter uns lassen und in höhere Dimensionen aufsteigen oder ob wir gerade eine besonders bewegte Zeit durchleben, wie es schon viele davor gegeben hat – in jedem Fall dürfte es nicht viele Menschen geben, die sich von dem aktuellen Geschehen in der Welt nicht berühren lassen. Grundüberzeugungen geraten durcheinander, Gedankengebäude stürzen in sich zusammen, alte Vorstellungen lösen sich auf. Wie wilde Pferde gehen die Ereignisse mit uns durch.
Im Februar beginnt in der chinesischen Astrologie das Jahr des Feuerpferdes. Demnach können wir uns auf einiges gefasstmachen. Es muss nicht bedeuten, dass schlimme Dinge geschehen werden, sondern dass wir gut daran tun, uns der durch das Feuerpferd angestossenen Bewegung nicht zu widersetzen. Denn was jetzt geschieht ist viel zu mächtig, als dass wir dem etwas entgegenzuhalten hätten.
Auf denn also ! Surfen wir die Energien, die jetzt auf uns zukommen. Nehmen wir die Wellen. Beobachten wir die Gefühle, die sie in uns auslösen, ohne uns mit ihnen zu identifizieren und ohne sie verändern zu wollen. Seien wir uns darüber bewusst, dass wir nicht das sind, was wir wahrnehmen, fühlen und denken. Was wir sind, befindet sich in einer Art viertem Raum, einem Raum, von dem aus wir beobachten, was geschieht.
Doch niemand kommt. Kein neuer Messias, keine Außerirdischen, keine himmlischen Heerscharen, die das Chaos aufräumen, das wir angerichtet haben. Es gibt nur einen, der aus sich heraus die Dinge verändern kann: uns selbst! Die große Krankheit des Menschen ist, das vergessen zu haben. Nichts kann sich in der äußeren Welt manifestieren, was nicht zuvor in der Innenwelt verwirklicht wurde. Wenn wir innerlich keinen Frieden finden, wird es auch im Außen keinen geben. Wenn wir innerlich gespalten bleiben, werden auch die Spaltung und Zerstörung im Außen kein Ende nehmen.
Das ist die frohe Botschaft, mit der das neue Jahr beginnt. Das Warten hat ein Ende! Wir müssen nicht mehr darauf hoffen, dass „die Politiker“ zur Räson kommen oder „die Eliten“ besiegt werden. Unser Lebensglück hängt nicht davon ab, ob andere sich in unserem Sinne mobilisieren. Wir müssen niemanden kritisieren, der noch nicht „erwacht“ ist. Wir können jetzt sofort damit anfangen, Licht in unser eigenes Dunkel zu bringen und aus uns heraus die Welt zu verändern.
Wer sich jetzt ohnmächtig fühlt, der ist nicht auf dem richtigen Weg. Anstatt bei sich selbst anzusetzen, arbeitet er sich an anderen Menschen und äußeren Ereignissen ab. Hier geht es nicht lang! Die Antwort auf den immer mehr ausufernden Irrsinn liegt bei uns. Lassen wir uns mitreißen oder kommen wir in unsere Mitte? Wer wirklich etwas verändern will, wer es wirklich ernst meint, der fängt bei sich an.
Wo bin ich uneins mit mir? Wo hakt es? Wo versteckt sich noch Groll, wo trage ich nach und beschwere mich? Wo sitzen Missgunst, Gereiztheit, Unruhe? Wo fühle ich mich getriggert? Wem kann ich noch nicht vergeben? Wo bin ich noch in alten Geschichten gefangen oder sorge mich um eine ungewisse Zukunft? Dort, wo es drückt, zieht oder brennt, da geht es lang! Hier will etwas in uns gesehen und besänftigt werden. Hier ruft etwas nach Fürsorge, will umarmt werden und in die Einheit integriert.
Verlieren wir uns dabei nicht in Abstrakta von Licht und Liebe. Schnell sind die großen Worte dahingesagt. Werden wir konkret. Seien wir zärtlich, sanft, einfühlsam. Setzen wir der Härte im Außen unsere Weichheit entgehen, der zunehmenden Kälte unsere Wärme und machen uns bereit für das, was in diesem Jahr vor uns liegt. Mag kommen, was will. Dort, wo wir wirksam sein können, da geht es lang.
Das was-hilft-archiv
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